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Riquewihr – ein Märchendorf an der Elsässer Weinstraße

Riquewihr Straße

Wenn es Dörfer gibt, bei denen man sich fragt: „Warum bin ich nicht schon früher hergekommen?“, dann gehört Riquewihr definitiv dazu. Dieses kleine, perfekt erhaltene Juwel im Herzen des Elsass wirkt wie aus einem Märchenbuch entsprungen – mit Fachwerkhäusern in Pastellfarben, engen Gassen, Weinbergen bis zum Horizont und einer Gelassenheit, die man in Großstädten längst verlernt hat. Riquewihr ist kein Museum, sondern ein lebendiger Ort – und genau das macht seinen Zauber aus.

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Zwischen Weinreben und Vogesen

Riquewihr liegt im französischen Département Haut-Rhin, also im südlichen Elsass, etwa elf Kilometer nordwestlich von Colmar. Die Vogesen im Rücken, die Rheinebene im Blick – landschaftlich ein Volltreffer. Wer hier ankommt, spürt sofort: Das Leben läuft im gemächlichen Takt.

Die berühmte „Route des Vins d’Alsace“ – die Elsässer Weinstraße – führt direkt durch den Ort. Wanderer, Weinliebhaber und Flaneure finden hier gleichermaßen ihr Paradies. Und wer will, ist in 30 Minuten in Colmar oder in den Vogesen auf 1.000 Metern Höhe.

Kurz gesagt: Riquewihr liegt genau dort, wo man Kultur, Kulinarik und Natur ideal kombinieren kann – abgeschieden genug, um zu entspannen, aber nie weit weg vom Geschehen.

Geschichte: Von Rittern, Reben und Reichtum

Riquewihr wird erstmals 1094 urkundlich erwähnt. Schon damals war die Lage zwischen Burgland und Weinreben ein Glücksfall. Im 13. Jahrhundert übernahmen die Herren von Horbourg den Ort und errichteten die ersten Stadtmauern – ein unmissverständliches Zeichen, dass man hier etwas zu verteidigen hatte.

1324 ging Riquewihr an die Herzöge von Württemberg über, und damit wurde der Ort zum deutschsprachigen Enklavenpunkt im französischen Süden. Eine interessante Mischung aus schwäbischer Ordnung und französischem Lebensgefühl prägte fortan den Ort – bis heute spürbar in Namen, Bauweisen und Mentalität.

Im 16. Jahrhundert erlebte Riquewihr seine Glanzzeit. Der Weinhandel florierte, Händler aus ganz Europa kamen, um Riesling und Gewürztraminer zu kaufen. Mit dem Wohlstand kamen prachtvolle Fachwerkhäuser, deren geschnitzte Balken und Erker bis heute beeindrucken. Und während viele Städte im Elsass im Laufe der Jahrhunderte Krieg und Wiederaufbau erlebten, blieb Riquewihr von größeren Zerstörungen weitgehend verschont.

Das Ergebnis: ein authentisches, fast vollständig erhaltenes mittelalterliches Stadtbild – so echt, dass man sich fast wundert, wenn kein Ritter um die Ecke biegt.

Riquewihr Fachwerk

Fachwerk trifft Stadtmauer

Riquewihr ist klein, aber architektonisch ein Gesamtkunstwerk. Das Zentrum wird von einer einzigen Hauptstraße durchzogen – der Rue du Général de Gaulle. Links und rechts davon reihen sich bunte Fachwerkhäuser mit Butzenscheiben, Blumenkästen und kunstvollen Schmiedeschildern aneinander.

Die Stadt ist von zwei alten Mauerringen umgeben, dazwischen kleine Gässchen mit Kopfsteinpflaster. Der Dolder-Turm wacht als Wahrzeichen über den Ort. Er war einst Teil der Verteidigungsanlage und beherbergt heute ein Museum, das die Geschichte Riquewihrs lebendig erzählt.

Was sofort auffällt: Hier ist alles erstaunlich gepflegt, aber nicht steril. Viele Gebäude stammen aus dem 15. und 16. Jahrhundert und sind liebevoll restauriert. Man spürt: Hier wird Tradition nicht museal konserviert, sondern gelebt.

Und ja – wer hier durch die Gassen läuft, kommt nicht ohne ein Dutzend Fotos davon. Es ist fast unmöglich, kein schönes Motiv zu finden.

Sehenswürdigkeiten in Riquwihr: Wo jedes Haus Geschichte atmet

Man kann Riquewihr nicht besuchen, ohne sich in seine Fachwerkhäuser zu verlieben. Eines der schönsten Beispiele steht in der Rue du Général de Gaulle 14 – ein hoch aufragendes, reich verziertes Haus aus dem Jahr 1561. Viele andere Gebäude zeigen den typischen elsässischen Stil mit farbig gestrichenen Holzrahmen und steinernen Sockeln.

Der „Dolder“-Turm aus dem Jahr 1291 ist das bekannteste Wahrzeichen des Orts. Von oben blickt man auf ein Meer aus Fachwerk und Weinreben – ein Bild, das sich einprägt.

Auch der „Tour des Voleurs“ (Turm der Diebe) lohnt einen Besuch. Er diente im Mittelalter als Gefängnis und Gerichtssitz – heute erinnert er daran, dass das Leben im 16. Jahrhundert nicht nur aus Wein und Winstuben bestand.

Und wer einfach nur spazieren möchte, kann entlang der Stadtmauern laufen, den Blick über die Rebhänge schweifen lassen und verstehen, warum Riquewihr zu den „Les Plus Beaux Villages de France“ gehört – den schönsten Dörfern Frankreichs.

Riquewihr Stadtmauer

Kulinarik: Zwischen Riesling und Sauerkraut

Das Elsass ist eine Region, in der Essen nicht bloß Nahrungsaufnahme ist, sondern Lebensphilosophie. In Riquewihr zeigt sich das besonders charmant.

Die Weinstraße bringt nicht nur Trauben, sondern auch gute Stimmung. Die bekanntesten Lagen rund um den Ort heißen „Sporen“ und „Schoenenbourg“ – beide liefern Spitzenweine mit Charakter.

Typisch für die Region sind deftige Gerichte wie „Choucroute“ (Sauerkraut mit Fleisch), „Baeckeoffe“ (ein würziger Eintopf aus Kartoffeln, Zwiebeln und drei Fleischsorten) oder „Tarte flambée“ – hauchdünner Teig mit Crème fraîche, Speck und Zwiebeln. Dazu ein Glas Riesling – und der Tag ist gerettet.

In den kleinen „Winstubs“, den traditionellen Weinstuben, geht es gemütlich zu. Hier wird geschwätzt, gelacht, probiert. Man spürt: Genuss ist hier keine Nebensache, sondern Mittelpunkt des Lebens. Und wer einmal bei Sonnenuntergang durch die Weinberge spaziert, versteht, warum die Elsässer ihre Heimat so lieben.

Veranstaltungen: Wenn das Dorf zur Bühne wird

Riquewihr ist kein verschlafenes Dorf, sondern ein Ort mit Rhythmus. Über das Jahr verteilt gibt es zahlreiche Veranstaltungen, die Besucher anlocken – von kulturell bis kulinarisch.

Im Sommer lockt die „Parade Vénitienne“ – ein buntes Fest mit Masken und Kostümen nach venezianischem Vorbild. Musik, Farben, ein bisschen Extravaganz – und das alles zwischen Fachwerkhäusern.

Im Herbst ist Weinlesezeit: Die Winzer öffnen ihre Keller, laden zu Verkostungen ein und erzählen Geschichten über Reben, Wetter und Wunder.

Und dann, natürlich, der berühmte Weihnachtsmarkt von Riquewihr: Von Ende November bis Weihnachten verwandelt sich der Ort in ein Lichtermeer. In jedem Innenhof duftet es nach Zimt, Glühwein und gebrannten Mandeln. Es ist einer der stimmungsvollsten Weihnachtsmärkte im Elsass – authentisch, nicht überladen, mit echtem Handwerk statt Plastikware.

Fazit: Riquewihr kann das ganze Jahr über verzaubern – aber zu Weihnachten ist es einfach magisch.

Riquewihr Platz

Unterkunft: Warum Ferienwohnungen hier die bessere Wahl sind

Riquewihr ist kein Ort für anonyme Hotelketten. Wer hierher kommt, möchte eintauchen – und das geht am besten in einer Ferienwohnung oder einem Ferienhaus im Elsass.

Der Vorteil liegt auf der Hand: mehr Platz, mehr Ruhe, mehr Authentizität. Viele Unterkünfte befinden sich in historischen Gebäuden mitten im Ort oder am Hang mit Blick auf die Weinberge. Morgens Brötchen holen, mittags durch die Gassen schlendern, abends eine Flasche Wein auf der Terrasse – das ist Urlaub, wie er sein sollte.

Auch Familien und Gruppen profitieren: Eine Ferienwohnung im Elsass ist in der Regel günstiger als mehrere Hotelzimmer, bietet Küche, Wohnzimmer und manchmal sogar Kamin. Außerdem hat man die Freiheit, den Tag zu gestalten, wie man will. Kein Frühstücksbuffet um sieben, kein Checkout-Stress.

Und wer mit Hund reist, freut sich doppelt: Viele Ferienhäuser sind tierfreundlich – und die Umgebung lädt zu langen Spaziergängen ein.

Kurz: Wer das echte Riquewihr-Gefühl sucht, wohnt nicht im Hotel, sondern zwischen Wein und Fachwerk.

Ein Ort, den man nicht vergisst

Riquewihr ist ein Gesamterlebnis – eine gelungene Mischung aus Geschichte, Architektur, Wein und Lebensfreude. Hier scheint die Zeit zu stehen, ohne stillzustehen. Alles ist einen Tick schöner, duftender, gemütlicher.

Wer einmal hier war, kommt meist wieder. Nicht nur wegen des Weins, sondern wegen des Gefühls, dass hier das Leben noch einfacher – und gleichzeitig reicher – ist.

Also: Packen Sie Kamera, gute Schuhe und Appetit ein. Riquewihr wartet. Und glaubt man den Einheimischen, schmeckt der Riesling dort sogar besser als anderswo. Zufall? Wohl kaum.